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All die Jahre. All die Emotionen. All die Hoffnungen. FUCK YOU.

Und jetzt höre ich mit dem Thema auf. Verunreinigung meiner schönen Blogosphäre. Es ist die Katharsis, die ich brauche.



Sollte das Sterben, vor dem man so lange Zeit Angst hat, am Ende nur so ein fluppsenden Geräusch machen, gefolgt von einem Zirren, was so lang ausklingt, bis man es nicht mehr hört und auch gar nicht mehr daran denkt?



Werden Blogs häufig zu autosuggestiven Zwecken verwendet? Vielleicht hilft es, wenn man es sich immer wieder durchliest.

Ich bin stark.
Ich bin mutig.
Ich erwarte viel.
Ich bin kraftvoll.
Meine Energie kann Berge versetzen.

Und vor allem finde ich die beste Arbeit für mich.



Und jetzt die große Müdigkeit. Und das Gefühl an einem kleben zu haben, nicht zu wissen, wie der Tag verlaufen wird. Jeden Tagesverlauf geradezu demütig zu akzeptieren. Alles nur durch diese Müdigkeit. Von allen Müdigkeitsarten die schlimmste. Und das, obwohl mir Demut tagsüber doch nicht steht.



Ein Tag so lang wie eine Woche. Eine Nacht so lang wie eine Woche. Dazwischen neun Lieder, eine Beziehung, die keine sexuelle Erfüllung findet, Textnachrichten, die das Gegenteil zeigen. Und eine Sehnsucht, so groß wie der Pazifik, der stille tosende.
 


Von der Seite der guten Nachrichten kommen gute Nachrichten. Die andere Seite braucht Tuning. Nicht mit dem feinen Werkzeug, eher mit dem Schlaghammer (einfach Platthauen und dabei endlich mal allen Schmerz Raushauen wäre vielleicht eine gute Idee). In manchen Dingen - wohl der Bereich dieser unsäglichen Prophezeiungen - ist die Welt einfach vorhersagbar.



Jeder Zweifel, jeder Zwang
verschwand vor unsern Augen
und die Pforten des Himmels
öffneten sich vor unsern Augen.



Den ganzen Tag sei sie mit Glück vollgestopft gewesen, sagte sie, bevor sie schlief.
 


[pling!]
...then I look at you, and the world's alright with me, just one look at you, and I know it's gonna be ... a lovely day.



Nach langer Zeit endlich wieder Begeisterung für Aristoteles gespürt. Physik I 1, 184b23-26: Subversion in Perfektion, wie er Platon auf den Kopf stellt, von innen aushöhlt, ausschüttelt und die leere Hülle in die Ecke wirft.



Schöne Sache ist es zu sehen, wie M. komplexe Modallogik erläutert und leichthin und mit Strahlen sagt: "from that it simply FOLLOWS", während alle anderen verzweifelt versuchen mitzukommen.



Lesegreis.



Polymorphes Picknick.
 


Konfrontationstherapie. Anzuwenden bei Eifersucht. Einer hat seinen Teil meisterhaft bewältigt. Mein Verhalten wird gerade beobachtet.



Falten



Der schönste aller Gerüche hängt in meinem Zimmer. Und ich lasse keine anderen durchs Fenster hinein.



High noon. Wissen, dass der Tag nur noch bergab gehen kann.



Nachtgeister müssen verjagt werden. Hört dies gut!
 


Der Ständnerbauer zog an diesem Morgen keine Kleider an. Nackt humpelte er hinaus, brüllend vor Schmerz, hob beide Fäuste gegen den Himmel, der rot und schwer über ihn kam. Im Herbst, als man die Schweine aus den Stallungen getrieben und Ständners Existenz vernichtet hatte, waren Polizisten dagewesen, wollten nicht zulassen, daß er seine Tiere selbst erschoß. Nahmen ihm das Gewehr ab und drohten mit einer Anzeige.
Niemanden sonst im Umkreis hatte die Schweinepest ernsthaft betroffen, von den Schafbauern kam kein Mitleid.
Die Vorratskammern waren über den Winter geleert worden. Seine Hühner hatte der Ständner alle geschlachtet und das sorgsam von den Knochen gelöste Fleisch mit dem Hund geteilt. Jetzt wußte er nicht mehr, wie er ihn noch füttern sollte. Man würde den Hof versteigern und Ständner zum Teufel jagen. Vor zwei Wochen war einer von der Bank hergekommen, in Anzug und Geländewagen, den hatte der Hund vertrieben, aber es würde wieder einer kommen und noch einer, dann mehrere. Zu viele.
Ständner rieb seinen Kopf an der zitternden Flanke des Hundes, horchte auf den Schlag des alten Herzens. Der Hund war blind geworden vor Alter. Den Kerl gestern hatte er nicht einmal gebissen.
Ständner schlug seinem Hund den Schädel ein, warf den Hammer fort und schrie. Drei Stunden blieb er weinend neben dem Kadaver liegen. Das Gewehr stand in der Asservatenkammer der Bullbrunner Polizei, drum griff er angeekelt zum Seil und hängte sich auf.


H. Krausser, Thanatos



Umzingelt und gewärmt von Vogelgezwitscher, Gänseblümchen und summelnden Hummeln.



Zeugnis abgelegt von lang nicht benutzten, neu angespielten Saiten.
 


Oh du süße Spargelzeit. Merry roll round.



Brutalität der Gefühle. Vor das Herz geschlagen.
In Erwartung meines operativen Geburtstags, ohne den Zukunftsblick zu haben.
Für den Mai ist er wohl doch da.
Intensive Nutzung tragbarer Medien am Abend. Warum nicht einfach hingehen und das Mobile als Kunstwerk an die Wand nageln?
Es ist noch Rotwein da. Da fehlte die zweite Maßlosigkeit. In Person fehlte sie.

Die Skala zwischen ernstem Morgen und hellem Nachmittag. Besondere Menschen findet man manchmal an komischen Orten. Zwischen Staub, vielen braunen Beinen, langen Rücken und warmfeuchttrockenen Gerüchen.
Rotwein zweiter Teil in Aussicht. Mit Schwertern und Pathos. Muss sein, zuweilen.
 


I'm an Orange Moon
I'm an Orange Moon
Reflecting the light of the sun

Many nights he was alone
Many, many, many nights
His light was so bright that they turned away
And he stood alone
Every night and every day
Then he turned to me
He saw his reflection in me
And he smiled at me when he turned to me
Then he said to me

How good it is, how good it is
How good it is, how good it is

I'm an Orange Moon
I'm brighter than before
Brighter than ever before
I'm an Orange Moon and I shine so bright
Cause I reflect the light of my sun
I praise the day, he turned my way
And smiled at me
He gets to smile and I get to be orange, that I love to be

How good it is, how good it is
How good it is, how good it is



Mach et einfach!



Endlich ein Zuhause
für all die dunklen Gründe.
Endlich ein Grund - Los, komm!
Wir schmieden neue Bünde.

Endlich ein Tunnel
für deinen Blick.
Sag bloß.
Endlich ein Baum, ein Strick
und ein Genick.
Schlag los.

die schönheit der gefahr
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