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Tränen auf dem Nachhauseweg durch die klare Luft. Glitzern vom Fernsehturm. Erschlagen von einem Foto und vier Worten. Ein Stückchen weiter mit der Klärung von Emotionen. Wie weh das tut.



Glitzern auf der Spree, warmes helles Licht im Gesicht, zusammengekniffene Augen. Dazu im engen Gesichtsfeld die Hand mit der Zigarette, ihr Geruch vermischt sich mit dem Wasser, dem Motoröl, dem Frühling. Im rechten Ohr deutsch-italienisches Geplapper. 4 perfekte Minuten.



Signed the fish.

Water is flowing down the mountain
But a tree is blocking the water flowing.
 


Die Welt atmet, strahlt ihr Leben aus. Atmet auch mich. Pumpt mich zu einem anderen Ort.



Das fünfbuchstabige Element, was den Äther durchkreuzt - eine Entität, die nicht mehr ist, was nicht geht - ist kleben geblieben. Klatsch! Du bist dran.



Möglicherweise habe ich dich so gern dass von einem 5buchstabigen wort gesprochen werden muss.

Ich lese das nackt im Vier-Sterne-Hotelbad, vom falschen Geruch eingehüllt. Wieso zum Teufel bin ich hier, denke ich, und nicht dort.
Aber es ist gut so. Absolut richtig. Wäre ich nicht hier und wäre ich nicht so, gäbe es all das nicht.
 


Am Samstag dachte sich jemand:

Das Studium der analytischen Philosophie ist eine Lehre für’s Leben
– lebenslang ausgeübt führt sie allerdings zu einer puristisch-ignoranten bis infantilen Übervereinfachung aller Lebenszusammenhänge.


Wie wahr, wie wahr, stoße ich unphilosophisch seufzend oder seufze ich stoßend.
 


I believe that we can achieve the love that we need
I believe, call me naive, that love is for free.


Jetzt glaube ich es wieder. Aber wenn es geschieht, ist es ein seltenes Geschenk. Dann braucht es Geschick, es zu halten. Aber Geschick ohne Anstrengung. Dann gilt es, mit Liebe und Gefühl und Instinkt auf der schmalen Brücke zu bleiben, auf dem Grat zwischen zu starker Vorsicht, die eng und engend macht, und zu großer Unbekümmertheit, die unaufmerksam macht und das Wichtigste aus den Augen lässt. Diesmal bin ich aber zu zweit.
 


Wildkirsche Samen Ohnmachtsnähe. Wochenende.



Yes!



Bangen.



Meeting abwarten. Hoffen.
 


Schweppes-Experimente. Durch die Nase atmen. Und dann ganz langsam. Überstrecken ist wichtig. Das geht gut, wenn der Kopf über die Kante nach unten hängt. You go to my head, you go to my head.



Sitze hier, sehe den Stuhl an und kann nichts sagen. Wollte Hymnen verfassen, Gedichte schreiben oder einen Essay. Und kann nichts sagen. Wie gut.
 


Space-Odyssey-Alpträume toben in mir, während ich mich von der sanften Stimme leiten lasse. Was heißt „leiten lasse“? Herum gescheucht werde ich, zwar nur im verbalen Austausch, aber es fehlt nicht viel, und sie trägt mir Dinge auf, wie mir einen Kaffee zu kochen. Und ich lasse alles zu, mache mit. Ich sage mir, ich habe keine andere Chance. Was es nicht besser macht. Diese Ruhe in der Stimme macht mich schier wahnsinnig. Tot ist sie, behauptet aber mit mir reden zu können. Ein unwillkürliches Räuspern meinerseits bringt das Gespräch – welches Gespräch? – zum Stocken. ‚News’ will sie mir erzählen. Ich will keine News hören. Ich will ein lebendiges Wesen hören, bei dem zumindest die Möglichkeit besteht, man könne es nerven. Oder verwirren und diese Verwirrung aufklären mit meinen umständlichen Sätzen. Aber der Weg dorthin ist lang. Wie gut war doch die alte Warteschleifenzeit.



Aneinandergestoßen sind die Seelen schon. Sie fangen an ineinander zu gleiten. Aufeinander zu liegen. Dass zwei Dinge zur selben Zeit an demselben Ort sind, ist möglich, sogar in derselben Hinsicht.

die schönheit der gefahr
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