logoi enhyloi



Was gehört alles zu den arrhêta, wenn man sich auf einem außerpartnerschaftlichen Trip befindet? Noch dazu auf einem, in dem man sich alles offenbart, geheime Tagebücher zum Beispiel. Eine Frage, die ich nicht beantworten werde. Denn Dinge bekommen eine andere Realität, wenn man sie ausspricht oder ausschreibt. Das Konzept des arrhêton: Pscht! Sprich nicht davon. Es könnte dich verfolgen. Wie die Erinnyen den armen Orestes. Es bleibt die Faszination alles Verbotenen, auch wenn das Verbot selbst auferlegt ist. Und es bleibt das Gefühl, dass die zur Verfügung stehenden Wörter irgendwann – irgendwann – nicht mehr ausreichen. Man sitzt dann vor den Wortresten auf dem Schuber und möchte dringend aussetzen, um neue Wörter aus dem grünen Säckchen zu holen, zur Not auch die arrhêta. Sie dienen doch nur als Stütze, als Brücke, als Notbehelf. Und dann gewinnen sie ein Eigenleben. Schaffen, einmal gesagt, eine neue Dimension. Es ist unmöglich, den Punkt zu erwischen, bevor sie die Kontrolle übernehmen.
Doch es gibt einen kleinen Ausweg. Sage sie nur in der Trunkenheit.

die schönheit der gefahr
dokei eniois philosophia einai
eis apeiron
erhellung
friktionen
ganz fiese kreise
gnônai sauton
interna
kupfer in sonne
last and least
merkwörter
praktea
rischtisch lustig
samtigkeiten
simple truths
streifen von dunkel und hell
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren